Kontaktiere die Wildnis
Gebet, wie ich es verstehe heißt, mit sich selber in Kontakt zu sein und mit dem Großen Ganzen in Kontakt zu sein.
Wenn wir beim Gebet der Erde in die Natur und Wildnis gehen um zu beten, so lauschen wir zuerst einige Zeit lang den Stimmen der Wildnis. Die Tiere und Pflanzen, die wir wahrnehmen, sind mit sich in Kontakt - und sie sind mit dem Großen Ganzen in Kontakt. Sie gehen ihren Weg, den die Schöpfung für sie vorgesehen hat. Das ist das Gebet der Erde. Wir lassen uns von dieser einfachen Klarheit inspirieren.
Werner Hörtner fragte in der Radiosendung 'Gedanken' seinen indianischen Begleiter Mamo Francisco Zabaleta: „Was ist das Wichtigste im Leben?" „Die wichtigste Qualität eines Menschen ist es, die 'leyes de orígen' zu kennen und einzuhalten, das sind die ursprünglichen Gesetze der Natur und des Lebens", war die Antwort des Mamos. 1
Bei unseren Wahrnehmungen in der Wildnis haben wir die Chance, etwas von diesen 'ursprünglichen Gesetzen der Natur und des Lebens' kennen zu lernen. Die verschiedenen Nuancen des Grüns zu sehen, die gefiederten Verwandten zu hören, den Geruch, der vom Boden mit seinen morschen Ästen aufsteigt zu riechen, den süßen Honig aus einer Blüte zu saugen und zu schmecken, am Baum zu lehnen und mit dem eigenen Körper zu spüren wie er sich im Wind wiegt. Dieser persönliche und innige Kontakt mit der Vielfalt des Lebens kann nicht durch den besten Naturfilm oder durch Denken ersetzt werden. Er ist direkt, hautnah, einzigartig und doch auch universell.
Darum mache ich es wie mein Nachbar. Ich beginne den Tag indem ich ins Freie gehe. Mit mehreren Sinnen begrüße ich den neuen Tag und danke meinem Schöpfer für die Vielfalt des Lebens. Dabei fließen der Kontakt zu mir selber, mein Kontakt zur Natur und mein Kontakt zum Schöpfer immer wieder zusammen zu einer lebendigen Verbundenheit mit allem.
Verbundenheit
Aloisia hörte gerne die Sonntagsmesse im Radio oder fuhr zur Gebetsstunde in die Kirche.
Heiliger Geist, du öffnest uns viele Wege, wie wir mit dir verbunden sein können. Lass uns immer wissen, dass wir auch mit dir verbunden sind, wenn wir am Abend „Danke für den Tag“ sagen, oder wenn wir staunen, wie das Reh über die Böschung springt. 2
Anton Stelzhammer
------------
1 "Die Weisheit der indianischen Völker Kolumbiens" von Werner Hörtner. Radio Ö1 - Gedanken für den Tag, 6.4.2010
2 Vorgeschlagene Fürbitte beim Begräbnis meiner Mutter
Gebet der Erde im Juli
In die Wildnis gehen, lauschen und staunen - und gemeinsam beten, das sind auch diesmal wieder unsere Elemente des Zusammenkommens.
Wir treffen uns am Sonntag, den 3. Juli 2011 um 11 Uhr wieder in Herzogenburg, am kleinen Parkplatz unterhalb der Traisenbrücke am rechten (=östlichen) Ufer der Traisen.
Wenn wir beim Gebet der Erde in die Natur und Wildnis gehen um zu beten, so lauschen wir zuerst einige Zeit lang den Stimmen der Wildnis. Die Tiere und Pflanzen, die wir wahrnehmen, sind mit sich in Kontakt - und sie sind mit dem Großen Ganzen in Kontakt. Sie gehen ihren Weg, den die Schöpfung für sie vorgesehen hat. Das ist das Gebet der Erde. Wir lassen uns von dieser einfachen Klarheit inspirieren.
Werner Hörtner fragte in der Radiosendung 'Gedanken' seinen indianischen Begleiter Mamo Francisco Zabaleta: „Was ist das Wichtigste im Leben?" „Die wichtigste Qualität eines Menschen ist es, die 'leyes de orígen' zu kennen und einzuhalten, das sind die ursprünglichen Gesetze der Natur und des Lebens", war die Antwort des Mamos. 1
Bei unseren Wahrnehmungen in der Wildnis haben wir die Chance, etwas von diesen 'ursprünglichen Gesetzen der Natur und des Lebens' kennen zu lernen. Die verschiedenen Nuancen des Grüns zu sehen, die gefiederten Verwandten zu hören, den Geruch, der vom Boden mit seinen morschen Ästen aufsteigt zu riechen, den süßen Honig aus einer Blüte zu saugen und zu schmecken, am Baum zu lehnen und mit dem eigenen Körper zu spüren wie er sich im Wind wiegt. Dieser persönliche und innige Kontakt mit der Vielfalt des Lebens kann nicht durch den besten Naturfilm oder durch Denken ersetzt werden. Er ist direkt, hautnah, einzigartig und doch auch universell.
Darum mache ich es wie mein Nachbar. Ich beginne den Tag indem ich ins Freie gehe. Mit mehreren Sinnen begrüße ich den neuen Tag und danke meinem Schöpfer für die Vielfalt des Lebens. Dabei fließen der Kontakt zu mir selber, mein Kontakt zur Natur und mein Kontakt zum Schöpfer immer wieder zusammen zu einer lebendigen Verbundenheit mit allem.
Verbundenheit
Aloisia hörte gerne die Sonntagsmesse im Radio oder fuhr zur Gebetsstunde in die Kirche.
Heiliger Geist, du öffnest uns viele Wege, wie wir mit dir verbunden sein können. Lass uns immer wissen, dass wir auch mit dir verbunden sind, wenn wir am Abend „Danke für den Tag“ sagen, oder wenn wir staunen, wie das Reh über die Böschung springt. 2
Anton Stelzhammer
------------
1 "Die Weisheit der indianischen Völker Kolumbiens" von Werner Hörtner. Radio Ö1 - Gedanken für den Tag, 6.4.2010
2 Vorgeschlagene Fürbitte beim Begräbnis meiner Mutter
Gebet der Erde im Juli
In die Wildnis gehen, lauschen und staunen - und gemeinsam beten, das sind auch diesmal wieder unsere Elemente des Zusammenkommens.
Wir treffen uns am Sonntag, den 3. Juli 2011 um 11 Uhr wieder in Herzogenburg, am kleinen Parkplatz unterhalb der Traisenbrücke am rechten (=östlichen) Ufer der Traisen.
Anton S. - 27. Jun, 09:22