Donnerstag, 29. September 2011

Nach Hause kommen

Die größte Kirche dieser Welt heißt: Natur. Suchst du sie auf, kommst du nach Hause. Nach Hause zu dir selbst.
Angaangaq



Wenn ich am Fluss sitze und den Fischen zuschaue oder am Baum lehne, seine Bewegungen spüre und die Vögel höre, komme ich dann nach Hause? Bin ich in mir selbst zu Hause?

Wenn mir einfällt was noch zu tun ist, wenn ich noch die Unruhe von der gestrigen Besprechung in mir spüre, wenn ich mir Sorgen um die Zukunft meiner Kinder mache, bin ich dann in mir selbst zu Hause?

Ich streife durch das Dickicht und treffe auf einen dreistämmigen, schlanken und sehr hohen Weißdornstrauch. Ganz ungewöhnlich, ich staune. Ich erinnere mich an die blühenden Weißdornzweige, die ich bei der Hochzeit mit meiner ersten Frau trug – Tränen fließen. Ich bin zu Hause, in mir selbst.

Ich danke dem Weißdornstrauch dafür, dass er mein Fließen ausgelöst hat und gehe zum Gebetskreis. Das gespürte und das gesprochene Gebet verbindet mich mit der Schöpfung und den Menschen. Ich bin Schöpfung und ich bin Mensch. Ich bin zu Hause, auf der Erde.


Gebet der Erde im Herbst 2011

Die Treffen finden wie immer jeden ersten Sonntag des Monats, jeweils um 11 Uhr statt, und zwar am 2. Oktober, 5. November und 4. Dezember.

Unabhängig vom Wetter gehen wir in die Wildnis, um zu lauschen und zu staunen - und um gemeinsam beten.
Im Herbst werden uns die Farben des Laubs, die Nebel und vielleicht auch schon Fröste in der Au begegnen. Wir lassen uns davon inspirieren.

Treffpunkt ist wieder der kleine Parkplatz unterhalb der Traisenbrücke am rechten (=östlichen) Ufer der Traisen in Herzogenburg. (Abfahrt über die kleine Schotterstraße nach der Brücke links)

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Angaangaq
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